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Sebastian Pufpaff

… das ist kein Künstlername!!!
Genre: Kabarett/Comedy
Sprache: Deutsch
Künstleranzahl: 1
Haupt-Tätigkeitsregion: Deutschland, Österreich und Schweiz

Über Sebastian Pufpaff

Vom Malte zum Pufpaff
Das Ganze fing am 15. September 1976 in Troisdorf an, als ich mit Blaulicht in die Kinderklinik gefahren wurde: Verdacht auf Gelbsucht. Für meine Mutter, Mitglied in der FDP, war ein blau-gelbes Kind durchaus ein Zeichen, darüber lachen konnte sie jedoch erst sehr viel später.
Die schulische Laufbahn kann man getrost als konservativ, langweilig beschreiben. Die Liste: Kindergarten (Rheinbreitbach), Grundschule (Rheinbreitbach), Gymnasium (Bad Honnef) wurde ohne nennenswerte Dramen oder Katastrophen abgehakt und nur durch ein Jahr Highschool in den USA, in Red Wing Minnesota (kältester Staat nach Alaska) unterbrochen. Die USA können sehr anders sein, als wir manchmal glauben zu wissen.
Nach der Schule durfte ich wählen zwischen Panzerfahren und der Pflege von alten Leuten, die mal Panzer gefahren sind. Ich entschied mich für die Pflege von behinderten Kindern, das erschien mir sinnvoller und noch immer freue ich mich darüber, wie schnell ich doch damals akzeptiert wurde.
Nach dem Zivildienst sollte/wollte/mußte/durfte ich studieren. In fast familiärer Tradition und Dank der ZVS verbrachte ich die ersten sieben Semester in Frankfurt am Main, wo ich Rechtswissenschaft studierte. Die Frankfurter Schule fesselte mich jedoch ungleich mehr und so gingen Jura und ich getrennte Wege. Nach einer einjährigen Praktikantenphase bei Pro7 und dem ZDF trieb es mich zurück in das Rheinland an die Bonner Universität, wo ich mein Studium der Politikwissenschaft, der Soziologie und des Staats- und Verfassungsrechtes bis zum anerkannten Abschluss zeitlich bis auf das äußerste strapazierte. Mit der Abschlussarbeit: Der moderne Politiker – Inszenierung in der Demokratie, feierte ich drei Jahre vor zu Guttenbergs ganz eigenem Studierstil das Ende einer Lebensphase.
Bemerkenswert sei hier noch, dass ich das Studium ohne meine beiden Hilfsjobs niemals hätte beenden können. Am 11. September 2001 fing ich im RTL Newsarchiv meine Stelle als studentische Aushilfskraft an und ich habe niemals wieder so viel über das Fernsehen gelernt, wie an diesem Tag. Außerdem half mir der RTL-Shop über die Runden, wo ich tatsächlich neben Walter Freiwald (wir erinnern uns, der Mann neben Der-Preis-ist-heiß-Harry, der die Preise ansagen durfte) fast zwei Jahre Qualitätsprodukte verkauft habe. Nur wer im Keller gespielt hat, kann den Ausblick von der Dachterrasse genießen!
Im Jahre 2004 verschaffte sich zum ersten Mal meine Leidenschaft lautstark Gehör. Bei einem Comedy-Workshop in Köln wollte ich wissen, ist Witzigsein ein Ausweg? Es war kein Ausweg, es war der Einstieg. Zusammen mit Henry Schuman und Maxim Hofmann gründeten wir kurze Zeit später das legendär unbekannte und doch irgendwie schon mal gehörte Trio Das Bundeskabarett. Wie in jeder guten Dreierbeziehung wechselten auch bei uns die Partner und ab 2007 wurde der kongeniale Musiker Martin Zingsheim unser Mann am Klavier. Es folgten wunderbar durchgeknallte Touren mit Erfahrungen, die keine Seifenoper darstellen würde. Ob vor sechs Zuschauern im Konzertsaal oder auch mit Fischvergiftung auf der A9, ich empfehle jedem die Tortur des Armseins und das Lebens eines Ensemblemitglieds. Es relativiert so ungemein viel. Wir haben viel gespielt und unsere Schauspielschule war die Bühne. Niemand sonst kann einem Kabarett besser beibringen, als das Publikum und so blicke ich nickend und grinsend zurück, auf ein paar echt bekloppte Jahre.
Der Wendepunkt: Mitten in einer McDonalds-Filiale klingelte 2010 mein Telefon und ich wurde Teil folgenden Dialogs:
- Sebastian Pufpaff
- Hallo, hier ist Rainer Pause vom Pantheon
- ...
- Hallo, Sebastian, kannst Du mich hören?
- Hallo Herr Pause, ja ich ....
- Sach Rainer.
- Hallo Rainer, ja ich kann.
- Gut, was hältst Du davon, beim Prix Pantheon aufzutreten?
Wenn eine Kuh grinsen könnte, so sah ich aus.
Wie sieht das Leben eines Kleinkunstkünstlers aus? Arm, auf der Suche und gefährlich nah am Alkoholismus. Viele Bühnen lehnen junge Künstler ab. Mein Lieblingssatz dabei war:
Sie können nicht auf unserer Bühnen spielen. – Warum? – Sie müssen erst schon mal auf einer großen Bühne gespielt haben, um auf einer großen Bühne spielen zu dürfen. Haben Sie schon mal auf einer großen Bühne gespielt? – Nein. – Eben.
Die Teilnahme am und glücklicherweise auch der Gewinn des Prix Pantheon war die Chance, das verkrustete System der Nachwuchsförderung, besser bekannt als Nachwuchsbehinderung zu durchbrechen und so kann ich mich jetzt vollends meiner Leidenschaft und meinem Beruf widmen. Aus dem Malte wurde der Pufpaff und das soll auch noch einige Zeit so bleiben.
Beste Grüße
Euer Pufpaff


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Ansprechpartner: Ralf Remmel
Telefon: 0221-2720858
E-Mail: info@zweiR.de
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Genre: Künstleragentur
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